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Notfallpass auf dem Handy: iPhone & Android richtig einrichten

Stand: 28. August 2026 · von PrettyLights Software, dem Team hinter Nurelio

Smartphone, auf dem die Notrufnummer 112 gewählt wird
Im Notfall zählt jede Minute — und die wichtigsten Gesundheitsdaten sollten dort liegen, wo Ersthelfer sie finden: auf dem Sperrbildschirm. Foto: cottonbro studio / Pexels

Wenn nach einem Sturz oder Kreislaufkollaps jemand nicht ansprechbar ist, stellen Sanitäter immer dieselben Fragen: Welche Medikamente nimmt die Person? Gibt es Allergien? Vorerkrankungen? Wen können wir anrufen? Die Antworten stecken oft im Smartphone — aber hinter der Displaysperre. Genau dafür gibt es den Notfallpass: Beide großen Systeme, iPhone wie Android, können ausgewählte Gesundheitsdaten so hinterlegen, dass Ersthelfer sie ohne Entsperren über den Notruf-Bildschirm einsehen können. Eingerichtet ist das in fünf Minuten — trotzdem haben es die meisten nie gemacht, und viele wissen gar nicht, dass ihr Handy das kann. Dieser Ratgeber zeigt beide Wege Schritt für Schritt und erklärt, wie Nurelio dabei hilft, dass die Angaben nicht nur einmal eingetragen werden, sondern auch aktuell bleiben — denn ein Notfallpass mit veralteter Medikamentenliste kann im Ernstfall mehr verwirren als helfen.

Was gehört in einen Notfallpass?

Die Faustregel: alles, was die Erstversorgung beeinflusst, und nichts darüber hinaus. Dazu gehören Blutgruppe, Allergien (besonders gegen Medikamente wie Penicillin), Vorerkrankungen wie Diabetes, Epilepsie oder Herzerkrankungen, die aktuelle Medikamentenliste — etwa Blutverdünner, die bei Verletzungen sofort relevant sind — und ein Notfallkontakt mit Telefonnummer. Auch Krankenkasse und Versichertennummer beschleunigen im Krankenhaus die Aufnahme. Was nicht hineingehört: Diagnosen ohne Notfallrelevanz und alles, was du bei einem verlorenen Handy nicht auf dem Sperrbildschirm sehen lassen willst — der Pass ist bewusst für fremde Augen gedacht.

iPhone: der Notfallpass in der Health-App

Apple nennt die Funktion wörtlich „Notfallpass"; sie steckt in der vorinstallierten Health-App:

Ersthelfer öffnen den Pass danach über den Sperrbildschirm: „Notruf" antippen, dort erscheint neben dem Wählfeld der Eintrag „Notfallpass". Rettungskräfte kennen diesen Weg und schauen routinemäßig nach. Als Notfallkontakt hinterlegte Personen werden zudem benachrichtigt, wenn über das iPhone ein Notruf abgesetzt wird.

Android: Notfallinformationen in den Einstellungen

Android hat dieselbe Funktion unter dem Namen „Notfallinformationen" — je nach Hersteller und Android-Version an leicht unterschiedlicher Stelle:

Der Zugang für Ersthelfer funktioniert wie beim iPhone: Auf dem Sperrbildschirm „Notruf" antippen — dort erscheint der Eintrag „Notfallinformationen". Bei Samsung, Xiaomi und anderen Herstellern können die Menünamen leicht abweichen; die Suchfunktion der Einstellungen („Notfall") findet den richtigen Ort zuverlässig.

Zwei Sanitäter laden eine Trage in einen Rettungswagen
Allergien, Blutverdünner, Vorerkrankungen: Für Rettungskräfte sind das die ersten Fragen — der Notfallpass beantwortet sie, bevor jemand suchen muss. Foto: RDNE Stock project / Pexels

Die Schwachstelle: Der Pass veraltet unbemerkt

Das eigentliche Problem ist nicht das Einrichten, sondern das Pflegen. Der System-Notfallpass ist eine statische Textliste: Wird ein Medikament abgesetzt, die Dosis geändert oder ein neues verordnet, weiß der Pass davon nichts. Gerade bei mehreren Dauermedikamenten ist die Liste nach ein, zwei Arztbesuchen überholt — und Ersthelfer verlassen sich dann auf falsche Angaben. Dazu kommt: Weder Apple noch Google erlauben Apps, den System-Notfallpass automatisch zu beschreiben. Keine Medikamenten-App kann ihn also für dich synchron halten — auch Nurelio nicht. Was eine gute App aber kann: das Aktualisieren so einfach machen, dass es tatsächlich passiert.

Wie Nurelio den Notfallpass ergänzt

Nurelio führt einen eigenen Notfallpass in der App, der sich direkt aus deinen gepflegten Daten speist: Blutgruppe und Vorerkrankungen aus dem Gesundheitsprofil, Allergien mit Schweregrad und Reaktion, die aktuelle Medikamentenliste mit Dosierung — automatisch auf dem Stand deiner Einnahmepläne — dazu Notfallkontakt, Krankenkasse und Versichertennummer. Für den System-Notfallpass gibt es einen geführten Weg: Nurelio lotst dich an die richtige Stelle in den Einstellungen und stellt alle Notfalldaten als kopierbaren Text bereit, den du dort einfügst. Ändert sich deine Medikation, erinnert dich die aktuelle Liste in der App daran, den Systempass nachzuziehen.

Für Angehörige, die per Familien-Freigabe verbunden sind, gibt es zusätzlich eine Notfall-Ansicht des Begleiters: ein Bildschirm mit den Patientendaten für Sanitäter, einem Notruf-Knopf mit der richtigen Nummer fürs eingestellte Land (112 in Deutschland, Österreich und der Schweiz), dem eigenen Standort für die Durchsage und den behandelnden Ärzten. Der Grund, warum diese Daten auf dem eigenen Handy des Begleiters liegen: Im Ernstfall kommt man an das Handy des Patienten oft gar nicht heran — es ist gesperrt, die Gesichtserkennung greift bei einer bewusstlosen Person nicht, und die PIN kennt man nicht. Wer als Angehöriger daneben steht und den Notruf wählt, hat die Blutgruppe, Allergien und Medikamente dann trotzdem sofort parat — auf dem eigenen Gerät, ohne fremdes Handy entsperren zu müssen. Ein Detail für die Privatsphäre: Wer das eigene Handy im Notfall weiterreicht, muss sich nicht sorgen — die Notfall-Ansicht lässt sich ohne Fingerabdruck oder PIN nicht in Richtung der übrigen App verlassen. Und wie alles Geteilte in Nurelio sind auch diese Daten Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

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Notfallpass, Erinnerungen und Medikamentenliste — die Basis ist dauerhaft kostenlos, ohne Werbung und ohne Konto-Zwang. Nurelio gibt es für iOS und Android.

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