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Glossar: Medikamenten-Begriffe einfach erklärt

Stand: 24. August 2026 · von PrettyLights Software, dem Team hinter Nurelio

Beipackzettel, Arztgespräch und Apotheke stecken voller Fachbegriffe. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten davon kurz und verständlich — von A wie Adhärenz bis W wie Wochenbox. Es wird laufend erweitert und ersetzt keine medizinische Beratung: Bei Fragen zu deinen Medikamenten sind Arztpraxis und Apotheke die richtige Anlaufstelle.

Adhärenz · Alu-Alu-Blister · Beipackzettel · Blister · BMP · Dauermedikation · DiGA · Dosierschema · Ende-zu-Ende-Verschlüsselung · Generikum · OTC · PZN · Verblisterung · Wechselwirkung · Wochenbox

Adhärenz (Therapietreue)

Adhärenz beschreibt, wie zuverlässig Medikamente so eingenommen werden, wie es mit Ärztin oder Arzt vereinbart wurde — richtige Dosis, richtiger Zeitpunkt, über den vereinbarten Zeitraum. Studien zeigen seit Jahren, dass etwa die Hälfte aller Dauermedikamente nicht wie verordnet eingenommen wird; die häufigste Ursache ist schlichtes Vergessen im Alltag. Feste Routinen und zuverlässige Erinnerungen sind die wirksamsten Gegenmittel.

Alu-Alu-Blister

Ein Blister, der beidseitig aus Aluminium besteht — die Tablette ist von außen nicht sichtbar. Diese Bauform ist komplett licht- und feuchtigkeitsdicht und wird für empfindliche Wirkstoffe verwendet. Solche Tabletten sollten bis zur Einnahme im Blister bleiben und nicht lose in eine Wochenbox umgefüllt werden — warum, erklärt unser Ratgeber zu Wochenbox und Blister.

Beipackzettel (Packungsbeilage)

Die gesetzlich vorgeschriebene Information, die jedem Arzneimittel beiliegt. Neben Dosierung und Nebenwirkungen enthält sie auch Aufbewahrungshinweise wie „In der Originalverpackung aufbewahren" — solche Sätze sind verbindlicher als jede Faustregel. Bei Widersprüchen zwischen Ratgebern, Internet und Beipackzettel gilt: Beipackzettel und Apotheke haben recht.

Blister (Durchdrückpackung)

Die übliche Verpackung für Tabletten und Kapseln: Jede Einheit sitzt einzeln versiegelt in einer Kunststoff- oder Aluminiumkammer. Der Blister schützt vor Berührung, Verwechslung und — je nach Bauart — vor Feuchtigkeit und Licht. Er ist damit Teil des Arzneimittels, nicht bloß Transportverpackung. Die drei Blistertypen und ihre Schutzstufen beschreibt der Wochenbox-Ratgeber.

BMP (Bundeseinheitlicher Medikationsplan)

Der standardisierte Medikationsplan nach § 31a SGB V: eine bundesweit einheitliche Übersicht aller Medikamente mit Wirkstoff, Dosierung und Einnahmehinweisen, ausgedruckt mit QR-Code. Gesetzlich Versicherte, die mindestens drei verordnete Medikamente dauerhaft anwenden, haben Anspruch darauf — ausgestellt von der Arztpraxis. Nurelio kann den QR-Code scannen und den Plan digital übernehmen; mehr dazu im BMP-Ratgeber.

Dauermedikation

Medikamente, die regelmäßig und über lange Zeit eingenommen werden — etwa gegen Bluthochdruck, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen. Ab drei Dauermedikamenten steigt die Komplexität spürbar: verschiedene Uhrzeiten, Nüchtern-Regeln, Nachschub im Blick behalten. Genau hier setzen BMP, Wochenbox und Medikamenten-Apps an.

DiGA (Digitale Gesundheitsanwendung)

Eine „App auf Rezept": vom BfArM geprüfte Gesundheits-Apps, die ärztlich verordnet und von gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden können. DiGAs durchlaufen ein formales Zulassungsverfahren mit Nachweis eines medizinischen Nutzens. Nurelio ist keine DiGA, sondern eine frei erhältliche Organisations-App — dafür ohne Rezept, ohne Verordnung und in der Basis dauerhaft kostenlos.

Dosierschema

Die Kurzschreibweise für die Verteilung der Einnahmen über den Tag, gelesen als Morgens–Mittags–Abends–Nachts: „1-0-1" bedeutet je eine Tablette morgens und abends, „0-0-0-1" eine zur Nacht. Auch halbe („½") und viertel Tabletten sind üblich. Das Schema steht auf Rezepten und im BMP — und ist die Grundlage, aus der Nurelio Erinnerungen und Wochenbox-Befüllung ableitet.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Ein Verschlüsselungsverfahren, bei dem Daten schon auf dem eigenen Gerät verschlüsselt werden und nur die eigenen Geräte (bzw. ausdrücklich freigegebene Personen) sie wieder entschlüsseln können. Der Server dazwischen speichert nur unlesbare Daten — selbst der Anbieter kann nicht mitlesen. Bei Gesundheitsdaten ist das der entscheidende Unterschied; worauf man bei Medikamenten-Apps achten sollte, zeigt der Datenschutz-Ratgeber.

Generikum

Ein Nachahmerpräparat mit demselben Wirkstoff in derselben Stärke wie das Originalmedikament, meist deutlich günstiger und unter anderem Handelsnamen. Apotheken tauschen wegen Rabattverträgen der Kassen häufig zwischen Herstellern — die Packung sieht dann anders aus, der Wirkstoff bleibt gleich. Deshalb lohnt es sich, Medikamente auch unter ihrem Wirkstoffnamen zu kennen.

OTC (rezeptfreie Medikamente)

„Over the counter" — Medikamente, die es ohne Rezept in der Apotheke gibt, von Ibuprofen bis Nasenspray. Rezeptfrei heißt aber nicht wechselwirkungsfrei: Auch OTC-Präparate und Nahrungsergänzungsmittel können sich mit der Dauermedikation vertragen — oder eben nicht. Deshalb gehören sie mit auf die Medikamentenliste, die man in Arztpraxis und Apotheke zeigt.

PZN (Pharmazentralnummer)

Die achtstellige Kennnummer auf jeder Arzneimittelpackung in Deutschland — eindeutig pro Präparat, Stärke und Packungsgröße. Sie ist als Nummer und Strichcode aufgedruckt und macht Produkte zweifelsfrei identifizierbar. Nurelio nutzt die PZN beim Anlegen eines Medikaments: Barcode scannen, und Name, Wirkstoff und Darreichungsform kommen aus der Referenzdatenbank.

Verblisterung (patientenindividuell)

Ein Service vieler Apotheken: Die Wochenration wird dort unter kontrollierten Bedingungen — maschinell oder von Hand — in versiegelte Schläuche oder Karten verpackt, sortiert nach Einnahmezeitpunkt. Die Apotheke prüft dabei auch, welche Präparate sich fürs Umfüllen eignen. Für Menschen mit vielen Dauermedikamenten eine sichere Alternative zur selbst befüllten Wochenbox.

Wechselwirkung (Interaktion)

Wenn sich Medikamente untereinander — oder mit Lebensmitteln wie Grapefruit oder Milch — gegenseitig beeinflussen: Wirkungen können sich verstärken, abschwächen oder verschieben. Je mehr Medikamente, desto wahrscheinlicher werden Wechselwirkungen; auch rezeptfreie Mittel zählen mit. Die verlässliche Prüfung leisten Arztpraxis und Apotheke — eine vollständige, aktuelle Medikamentenliste ist dafür die Voraussetzung.

Wochenbox (Dosette)

Eine Dosierbox mit Fächern für jeden Wochentag, meist unterteilt nach Tageszeiten. Sie macht auf einen Blick sichtbar, ob eine Einnahme schon erfolgt ist, und ist das beliebteste Hilfsmittel bei mehreren Dauermedikamenten. Nicht jede Tablette darf hinein — empfindliche Präparate bleiben im Blister. Wie man die Box sicher befüllt und was Nurelios Befüll-Assistent dabei übernimmt, steht im Wochenbox-Ratgeber.

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Erinnerungen, Wochenbox und BMP-Scan — die Basis ist dauerhaft kostenlos, ohne Werbung und ohne Konto-Zwang. Nurelio gibt es für iOS und Android.

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